Thema:

Virtuelle Communities als innovatives Instrument für Unternehmen
Bearbeiter:

Dipl.- Ing. oec Robert Tietz
Betreuer:

Prof. Dr. Cornelius Herstatt
Ort:



Technische Universität Hamburg-Harburg, Institut für Technologie- und Innovationsmanagement
Problembereich:

Der enge Kontakt zu Kunden ist besonders in einem zunehmend dynamischer werdenden Wettbewerbsumfeld unerlässlich. Zeitgleich ändert sich bedingt durch die wachsende Verbreitung des Internets das Verhältnis zwischen Unternehmen und Kunden – die Informationsasymmetrie nimmt ab und die Machtposition der Kunden verbessert sich. Im Internet sind viele „Treffpunkte“ entstanden, an denen sich Interessierte über Produkte und Dienstleistungen informieren und austauschen können und gemeinsam Probleme beheben können. Die meisten dieser so genannten Virtuellen Communities werden jedoch nicht von den entsprechenden Unternehmen betrieben, sondern von Privatpersonen, Clubs und sog. Intermediären. Die notwendige Bedingung für eine Virtuelle Community soll hier sein, dass eine direkte Interaktion zwischen den Teilnehmern der Community möglich ist und nicht nur eine Interaktion zwischen dem einzelnen Teilnehmer und dem Unternehmen. Durch die Nutzung dieses innovativen Instruments entgeht Unternehmen eine unvergleichliche Möglichkeit, einen direkten Kontakt zu ihren Kunden aufzubauen. Einige wenige Unternehmen haben dieses Potenzial bereits erkannt. Diese Unternehmen betreiben – zum Teil schon seit geraumer Zeit – eine eigene Virtuelle Community und bauen so einen direkten Kontakt zu ihren Kunden auf.
Ziel:

Dieses Dissertationsprojekt soll in erster Linie die Zielsetzungen der Unternehmen, die bereits heute das innovative Instrument Virtuelle Community nutzen, ergründen. Des Weiteren sollen die Prozesse bei Aufbau und Betrieb einer Virtuellen Community analysiert werden und dabei auftretende Chancen und Risiken aufgezeigt werden. Um den Wert einer unternehmenseigenen Virtuellen Community beurteilen zu können, wird der Erfolg der Community aus Sicht der Unternehmen überprüft.
Die Implikationen für die Praxis sind eine Übersicht über die Möglichkeiten, die Virtuelle Communities für Unternehmen bieten und ein generischer Leitfaden für Aufbau und Betrieb einer unternehmenseigenen Virtuellen Community. Die Forschung wird durch die erste empirische Erhebung auf dem Gebiet erweitert. Als Ergebnis der Arbeit werden Hypothesen aufgestellt, die im Rahmen zukünftiger Forschungsaktivitäten großzahlig überprüft werden sollten, sobald ausreichend viele Unternehmen dieses innovative Instrument nutzen.
Methode:

Explorative Fallstudien, in erster Linie basierend auf halbstrukturierten Tiefeninterviews mit Unternehmensvertretern
Geplantes Projektende:

Ende 2006
© 2004 Kommission für Technologie- und Innovationsmanagement