Thema:

Innovationssteuerung,­ ein informations- und kognitionsorientiertes Innovationsprozessmodell
Bearbeiter:

Dipl.-Kfm. (techn. or.) Steffen Hess
Betreuer:

Prof. em. Dr. Hans Dietmar Bürgel
Ort:



Stuttgart
Problembereich:

Die Innovationsausbeute (der durch Innovationsmanagement erzielte wirtschaftliche Beitrag) ist gemessen am investierten Aufwand bei zahlreichen Unternehmen trotz ihrer hohen wirtschaftlichen Bedeutung und der häufig hieraus resultierenden (finanziellen) Erwartungen sehr niedrig. Dies ist so zu interpretieren, dass Dysfunktionalitäten und Ineffizienzen in der Steuerung von Innovationsprojekten bestehen. Ein Mindestmaß an Effizienz in der Durchführung mehrerer Innovationsprojekte bedingt die Existenz eines geeigneten Innovationsprozessmodells mit definierten Rollen und Aktivitäten.
Die Vermutung besteht, dass die Integration und Verarbeitung der grundsätzlich vorhandenen bzw. erreichbaren Informationen und Wissenskomponenten im Innovationsprozess Defizite aufweist und damit ursächlich zu Fehlern in der Innovationssteuerung führt. Dies betrifft vorrangig die Ebene der Zusammenführung von verschiedenen Informationselementen, d.h. die Ebene des Prozess- und Projektmanagements von Innovationen.
Das Forschungsgebiet beinhaltet deshalb neben der Prüfung betriebswirtschaftlicher Theorien und Ansätze auch die Beschäftigung mit kognitionswissenschaftlichen Überlegungen.
Ziel:

Es ist das Ziel der Dissertation, informationale und kognitive Ursachen für Mängel in der Innovationssteuerung aufzudecken und gezielt Ansätze für deren Beseitigung zu erarbeiten; dies soll die Innovationssteuerung konzeptionell verbessern und somit dazu beitragen, dass die Innovationsausbeute erhöht wird und der Innovationsprozess bzgl. der eingesetzten Mittel an Effektivität gewinnt. Basis der Überlegungen und Gestaltungsraum stellt das Innovationsprozessmodell dar. Dieser wird sinngemäß als Förderband für spezielle Innovationsprojekte aufgefasst.

Methode:

Methodologisch basiert die Arbeit auf der Auswertung verschiedener disziplinärer Ansätze und ihrer Übertragung zur theoriegestützten Erarbeitung des oben beschriebenen informations- und kognitionsorientierten Innovationsprozessmodells. Zur weiteren Fundierung werden explorativ mehrstündige Tiefeninterviews anhand eines strukturierten 5-seitigen Leitfadens durchgeführt.
Stand des Projektes:

Bisher wurden rund 30 Tiefeninterviews durchgeführt, aus denen derzeit die Schlussfolgerungen für die Gestaltung eines zweckmäßigen Innovationsprozessmodells abgeleitet werden; ein Forschungsbericht zum aktuellen Stand der Dissertation ist momentan in Vorbereitung.

(vorläufige) Ergebnisse:

Als einige vorläufige (und daher noch weitgehend ungeordnete) Ergebnisse können die aus den Tiefeninterviews gewonnenen Einblicke genannt werden; sie geben Hinweise auf die Ursache der diagnostizierten Mängel in der Innovationssteuerung.
Geplantes Projektende:

Mitte des Jahres 2003
Keywords:

Innovation(s)-prozess, Innovation(s)-erfolg
© 2004 Kommission für Technologie- und Innovationsmanagement