Thema:

Innovationshemmende Personalauswahl
Bearbeiter:

Dr. Mathias Reuter
Betreuer:

Prof. Dr. Dr. Manfred F. Moldaschl
Ort:



TU Chemnitz
Problembereich:

Wirtschaftliche Auswirkungen von innovationshemmender Personalauswahl bei ingenieurtechnischen Abteilungen und Teams. Innovationen werden stets durch Menschen hervorgebracht. Maschinen oder Rechnersysteme sind zu innovativen oder kreativen Handlungen nicht fähig. Sie können im besten Fall lediglich eine große Anzahl von Varianten vorhandener Teilideen erzeugen, wie beispielsweise mit dem morphologischen Ansatz in der Konstruktionslehre. Die Fähigkeit zu Innovationen in einer Gruppe von Menschen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Viele dieser Faktoren sind in Veröffentlichungen betrachtet worden. Dieses sind unter anderen die Stimmung in der Gruppe, das Führungsverhalten und die Gruppengröße. In dieser Arbeit wird die fachliche Zusammensetzung der Gruppe betrachtet. Leitend sind dabei zwei Hypothesen:
1. Fachliche und disziplinäre Vielfalt in Entwicklerteams wirkt sich positiv auf die Innovationstätigkeit und -fähigkeit aus, und damit auch auf den wirtschaftlichem Erfolg.
2. Eine starke Beschränkung der Auswahlkriterien für Kandidaten bei Stellenausschreibungen verhindert eine fachlich heterogene Entwicklung von Abteilungen.
Die Bedeutung der fachlichen Heterogenität für die Innovationsfähigkeit soll mittels einer Auswertung vorhandener empirischer Studien nachgewiesen werden. Untersuchungen hierzu sind v.a. von Wirtschaftswissenschaftlern sowie Ingenieuren angestellt worden.
Dass, inwieweit und warum Unternehmen bei der Stellenbesetzung das Kriterium qualifikatorischer Vielfalt kaum berücksichtigen, soll empirisch untersucht werden. Als Methoden sollen hier u.a. eine Auswertung von Stellenanzeigen sowie qualitative Interviews zur Anwendung kommen. Als Kenngrößen für die fachliche Eingrenzung der Stellenanzeigen wird unter anderen die Vorgabe des Studienfaches und der Vertiefungsrichtung der gesuchten Mitarbeiter genutzt. Mit Hilfe einer Abschätzung des wirtschaftlichen Nutzens von Innovationen können die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Personalpolitik aufgezeigt werden. Um die Unternehmen bei der nachhaltigen Personalauswahl zu unterstützen, sollen geeignete Ansätze (u.a. Qualifikations-Portfolio) erarbeitet werden.
Keywords:

Innovation(s)-erfolg, Personalmanagement
© 2004 Kommission für Technologie- und Innovationsmanagement